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Die Geschichte von Walsdorf-Zilsdorf (Kurzfassung):

 Unsere Dorfchronik ist im November 1999 erschienen
und kann bei Lorenz von Nerven erworben werden.
Tel. 06593-239
Preis: 26,00 Euro


v. Lorenz van Nerven

Mitten im Herzen der Vulkaneifel, am Südrand der Hillesheimer Kalkmulde, begrenzt vom quartären Schichtvulkan Goßberg (ehem. 614,1m) und dem aus der Tertiär-Zeit stammenden Arens- oder Arnulphusberg (ehem. 589,6m) liegt die Ortsgemeinde Walsdorf, mit 714 Einwonern.

Das Umfeld von Walsdorf und Zilsdorf bietet vielfältige Erholungsmöglichkeiten, z.B. wandern, radfahren und vieles mehr. Besonders interessant ist das Walsdorfer Trockenmaar, welches mit einer N-S Länge von 1150 m und einer O-W Breite von 1000 m eines der größten Eifel-Trockenmaare ist. Im Bereich des Maares findet man viele seltene und geschützte Pflanzen, so u.a. wildwachsende Orchideen. Eine ganze Anzahl von Handwerks-, Handels- und Gewerbebetrieben in Walsdorf und Umgebung bieten den Bewohnern Arbeitsmöglichkeiten. Zahlreiche Vereine in unseren Orten tragen zur Bereicherung des kulturellen und sportlichen Lebens bei.

Die Endung des Ortsnamens "dorf" läßt auf eine fränkische Gründung schließen. Am 20.01.806 schenkte Karl ser Große dem Kloster Prüm einen Mansus in der "Villa Wallemaresdorp", ob es sich dabei aber um unser Walsdorf handelt ist sehr zweifelhaft, da die Wissenschaftler unterschiedliche Meinungen vertreten.

1023 besaß die Abtei St. Maximin Güter auf dem Arnulphusberg, welche ihr von Kaiser Friedrich dem Ersten am 31.5.1182 erneut bestätigt wurden, ebenso wie das Patronatsrecht der Kirche zu "Arnolfsberg". 1353 kam die Hälfte der Centerei Walsdorf an Kur-Trier, die andere Hälfte gehörte zur Herrschaft Kerpen (Arenberg).

Von 1794 bis 1815 unterstanden wir der französischen Herrschaft, nach dem Wiener Kongreß 1815 wurden wir preußisch.

Die alte Kirche auf dem Arnulphusberg, welche über Jahrhunderte Pfarrkirche für Walsdorf, Zilsdorf, zeitweiseauch für Stroheich und Loogh war, wurde 1825 abgerissen. 1828 wurde die neue Pfarrkirche in Walsdorf erbaut und am 28.10. 1829 benediziert. Kirchenpatron ist der hl. Arnulphus.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kamen unsere Dörfer zum neuen Bundesland Rheinland-Pfalz.

Am 17. März 1974 wurd die Ortschaft Zilsdorf im Zuge einer Territorialreform in die Gemeinde Walsdorf eingegliedert. 

Die Einwohnerzahl der Ortsgemeinde Walsdorf-Zilsdorf beträgt heute (31.08.1998; Einschl. Nebenwohnsitz) 896.

Etwa 1,5km östlich von Walsdorf, zwischen Arnulphusberg und Kahlenberg, an der B421 liegt Zilsdorf.

Auch der Ort Zilsdorf dürfte auf eine fränkische Gründung zuückzuführen sein. Am 22. März 816 bestätigt König Ludwig der Äbtissin Anastasia vom Kloster "Horreum" (Euren bei Trier) den Besitz eines Gutes in "Ziolfivilla". 

Obwohl die Abtei St. Maximin schon 1023 Güter im Bereich des Arnulphusbergs besaß und 1182 auch das Patronatsrecht dort hatte, waren die Herren von Daun die Territorialsherren.

Durch die Familien Crichingen und von Anethan übten sie das präsentationsrecht in Zilsdorf und Walsdorf aus. Auch nach demÜbergang an Kur-Trier 1353 gehörte Zilsdorf weiterhin zum Amte Daun, unter der Landesherrschaft des Kurfürsten von Trier. Mit dem Ende der fränzösischen Herrschaft in unserem Land (v. 1794 bis 1815) wurde auch Zilsdorf preußisch und gehört seit 1947 ebenfalls zu Rheinland-Pfalz. Durch den Zusammenschluß unserer beiden Dörfer 1974 bilden wir nicht nur in kirchlicher, sondern auch in ziviler Hinsicht eine Gemeinschaft.

Die Kapelle in Zilsdorf, dem hl. Antonius von Padua geweiht, wurde 1815 neu erbaut.